| MEDIEN:POIESIS vermittelt:dazwischen <– –> erzeugen:produzieren:entstehen |
| : FAX: Umwandlung von visuellem Kontrast (zwischen Zeichen und Träger) in akustische Signale. : SCAN: Umwandung von materialisierten, flachen "Zeichen" in elektronische/n Speicher/Ladung. : Die optische Zeichenerkennung möchte die "Information" wieder vom Träger Papier lösen. Dazu muss es Entitäten (wieder) herausbilden, die zuvor auf den Träger festgeschrieben worden sind. In diesem Falle sind die gefragten Entitäten die einzelnen Buchstaben, wobei deren Zusammenreihung zu einer möglichen nächstgrösseren Einheit - dem Wort - zur Hilfe gezogen werden muss. Mit der Fokussierung auf den Buchstaben als Entität, werden andere Entitäten wie der kleine, einzelne Pixel und das grosse, gesamte Blatt wieder für unbedeutend erklärt. Durch diesen Prozess soll der Text wieder als Text modifizierbar gemacht werden. Als solcher, nicht als materialisierter. D.h. nicht, dass er vorher (auf dem Papier) nicht als Text zu lesen wäre, jedoch ist auf dieser Ebene kein direktes Eingreifen in den Text Möglich, ohne auf dem Träger Spuren dieses Eingriffs zu hinterlassen. (Den Aspekt der Umcodierung in Akustik des Faxes, der den Text sozusagen dem Textlichen entzieht, sei nur hier am Rande bzw. in dieser Klammer angeschnitten.) Einmal im Textverarbeitungsprogramm auf dem Computer angelangt, sieht das anders aus. Aber auch nur, weil wiederum Übersetzungen stattfinden: denn die Speicherung in elektronischer Ladung auf der Festplatte oder so, sind vom Phänomen her ähnlich dem Fax: den Text dem Text entziehen. Muss vielleicht ein solcher Entzug - oder Bruch - stattfinden, um den Text für direkten Eingriff zu öffnen? : Keiner dieser Brüche funktioniert glatt, sondern ist durch auch eine gewisse Kontinuität schaffende Brüche geprägt. Und so entsteht etwas anderes. Wird der Text wird zur kryptischen Formel? Nicht ganz. : |