| Titel Architektur als Mittel zur Machtausübung. Eine Untersuchung anhand dreier Beispiele in Zürich. |
| Datum Nov.-Dez. 2003 |
| Einleitung Das vorliegende Heft wurde im Rahmen des Quartalsprojekts “Urban Infoscapes” zu Beginn des 3. Semesters am Studienbereich Neue Medien der Hochschule für Gestaltung und Kunst Zürich erarbeitet. Es handelt sich dabei um eine kleine Untersuchung zur Frage, wie Architektur als Mittel zur Machtausübung in der Stadt benutzt wird. Der Fokus richtet sich dabei auf den Aspekt des Raumes in Theorien zu Feudal-, Disziplinar- und Kontrollgesellschaften von Michel Foucault und Gilles Deleuze. Die etwas abstrakten Theorien werden versuchsweise an drei konkrete Beispiele in Zürich herangeführt, um Differenzen und Entsprechungen festzustellen. Dabei stellt sich die Schwierigkeit, dass (nach Theorie) in Kontrollgesellschaften der Raum nicht mehr zur Machtausübung, sondern deren Verschleierung verwendet wird. Meiner Meinung nach müssen sie aber trotzdem noch erkennbar sein, denn es lässt sich auch auf etwas aus seiner scheinbaren Unsichtbarkeit schliessen. Festzuhalten gilt an dieser Stelle noch, dass ich die Theorien zu Kontrollgesellschaften nicht auf architektonische Formen, sondern eher soziale Beziehungen und Verhältnisse gerichtet sehen will und, dass ich Architektur selbst nicht als Freiheit oder Unterdrückung hervorbringend sehe – dafür ist das Handeln der Menschen und daraus entstehende Verhältnisse verantwortlich |
| Wichtigste Quellen – Postskriptum über die Kontrollgesellschaften, Gilles Deleuze, 1990, http://www.nadir.org/nadir/archiv/netzkritik/postskriptum.html – In Big Mothers Bauch – Von Wunschmaschinen und Kontrollapparaturen, Christa Kamleithner, dérive nr. 3, http://www.derive.at/archiv/deriveNo3/Kamleithner_BigMothersBauch.htm |
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